Krebs

Für vegetarische Ernährung haben sich Experten auf dem Internistenkongreß in Wiesbaden, Deutschland, ausgesprochen: „Vegetarier machen von allein fast alles richtig, ohne sich mit Nahrungsmitteltabellen, Kalorienprozentwerten oder Milligramm pro Tag aufhalten zu müssen. Viel Obst und Gemüse, viele Vitamine, mehr Kalzium, nicht unbedingt wenig Fett – aber wenig tierisches – und wenig Cholesterin”, hieß es auf dem Kongreß. Die Zahl der Neuerkrankungen an Magen- und Darmkrebs durch veränderte Ernährung könnte bis zu 20 Prozent gesenkt werden, da das Darmmilieu durch Umsteigen auf vegetarische Kost positiv verändert wird. Vegetarische Ernährung scheint auch gegen Krebs, Herz-Kreislauf-Krankheiten, zur Senkung des Blutdrucks sowie gegen Atemwegserkrankungen sinnvoll zu sein.

Von der „National Academy of Sciences” wird in einem Bericht über den direkten Zusammenhang zwischen Ernährung und Krebs eine strikte Einschränkung fleischlicher Nahrung, insbesondere von geräuchertem Fleisch, Fisch, Wurst, Schinken, Speck, Grillwürstchen und Mettwurst empfohlen. Die moderne Medizin ist sich völlig darüber einig, dass krebserregende Nitrosamine und Kohlenwasserstoffe durch diese Nahrung in den menschlichen Stoffwechsel gelangen.

Als Grund dafür nennen die Biologen und Ernährungswissenschaftler Pökelsalze, Nitrite, Nitrate, Tumbler, Protein-Aktivatoren und andere chemische Konservierungsmittel, die von der Fleischindustrie beigefügt werden, um ein „rotes Fleisch” zu erhalten. Weil das Fleisch meist längere Zeit abgehangen wird, um den Geschmack zu intensivieren, beginnt es sich zu zersetzen und würde nach einigen Tagen eine widerwärtige mausgraue bis grünliche Farbe annehmen. Um diese Verfärbung zu verhindern, fügen die „Fleischproduzenten” verschiedene chemische Stoffe bei, von denen in den letzten Jahren jedoch wiederholt der Beweis erbracht wurde, dass sie starke Krebserreger sind.

Dr. Wilhelm Lijinsky, ein Krebsforscher am „Oak Ridge Laboratory” in Tennessee, sagt dazu: „Solch nitrathaltige Nahrung und Fleisch aus dem Schlachthaus würde ich nicht einmal meiner Katze vorsetzen”, und in seinen Studien über die Ernährungsgewohnheiten anderer Völker stellt Dr. med. E. Tripper aus England fest: „Fälle von Krebs können fast immer von Verstopfung und übertriebenem Fleischkonsum hergeleitet werden. Bei zwei Millionen Menschen im Nigerdelta (die sich fast ausschließlich vegetarisch ernähren) fand ich nicht einen einzigen Fall von Krebs!” Der Ernährungswissenschaftler Dr. Rollo Russell schreibt in seinem Schlußbericht nach umfassenden Forschungen über die Ursachen von Krebs: „Ich bin zu dem Ergebnis gekommen, dass von 25 Nationen mit großem Fleischkonsum 19 eine sehr hohe und nur eine einzige eine niedrige Krebsrate hatte. Dagegen wiesen von 35 Nationen, die nur wenig oder gar kein Fleisch essen, keine einzige eine hohe Rate auf”.

Warum nun sind Fleischesser anfälliger für derartige Krebskrankheiten? Der Hauptgrund, den Biologen und Ernährungswissenschaftler immer wieder nennen, ist der menschliche Darm, der für die Verdauung von Fleisch völlig ungeeignet ist. Fleischfressende Tiere haben einen sehr kurzen Darmtrakt (etwa die dreifache Körperlänge), sodaß das rasch faulende Fleisch den Körper schnell verlassen kann. Da sich pflanzliche Nahrung wesentlich langsamer zersetzt als Fleisch, haben Pflanzenfresser einen Darmtrakt von mindestens sechsfacher Körperlänge; und der Mensch hat den langen Darm eines Pflanzenfressers. Wenn der Mensch also Fleisch zu sich nimmt, beginnt dieses bereits in dem übermäßig langen Darm zu verfaulen (Eier verfaulen noch schneller als Fleisch!). In unausweichlicher Folge entstehen Toxine (giftige Abfallprodukte der Fäulnisbakterien). Dadurch werden die Nieren stark belastet oder gar überlastet, und langfristig entstehen Krankheiten wie Gicht, Rheuma, Arthritis und Krebs. Weiters ist noch zu beachten, dass ein Fleischfresser im Vergleich zum Menschen und zum Pflanzenfresser eine zehnmal stärkere Magensäure hat, um Muskeln, Knochen etc. zu verdauen.

Aufgrund zahlreicher entsprechender Forschungsergebnisse kam die Amerikanische Nationalakademie der Wissenschaften zu dem Schluß: Viele der üblichen Krebsarten könnten verhindert werden, wenn die Verbraucher weniger Fleisch und mehr Gemüse und Getreide essen würden. In diesem Zusammenhang sei noch die American Association zitiert: „Die Menschheit hat größtenteils in der Geschichte vorwiegend oder rein von vegetarischer Nahrung gelebt.” Im Gegensatz zu dem, was der amerikanische und europäische Durchschnittsbürger gerne glauben möchte, lebt der größte -feil der Weltbevölkerung auch heute noch so.